Kurz gesagt: Eine aktuelle Studie der Universität St. Gallen (Hoffmann, 2026) hat für 875 Druckerpatronen von Peach den Product Carbon Footprint wiederaufbereiteter und neuer Patronen verglichen. Die Ergebnisse zeigen deutliche ökologische Vorteile, deren Höhe vom Patronentyp abhängt.

Im Durchschnitt wurden folgende Einsparungen gegenüber entsprechenden Neuprodukten ermittelt:

  • Tintenpatronen : im Durchschnitt 2,18 kg CO₂e (ca. 78 %)
  • Tonerpatronen: im Durchschnitt 3,19 kg CO₂e (ca. 50 %)

Neben den CO₂-Emissionen reduziert die Wiederaufbereitung auch das entstehende Abfallaufkommen. Die Dimension dieser Ergebnisse stimmen mit anderen Publikationen überein: So werden beispielsweise in einer Studie des Branchenverbands ETIRA (European Toner & Inkjet Remanufacturers Association) Einsparungen von im Durchschnitt 2,5 kg CO₂e beschrieben; die Autoren Sundin & Shahbazi gehen in ihrer Studie "Environmental Evaluation of Toner Cartridge Remanufacturing" aus dem Jahr 2024 sogar davon aus, dass für wiederaufbereitete Tonermodule Einsparungen von bis zu 86% möglich sind. 

Wo die Emissionen bei Neuproduktion entstehen

Bei der Herstellung neuer Druckerpatronen entstehen Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dazu gehören insbesondere:

  • die Herstellung von Kunststoffen für das Gehäuse,
  • die Produktion elektronischer Komponenten,
  • die Herstellung von Tinte oder Tonerpulver,
  • energieintensive Fertigungsprozesse sowie
  • Transporte von Materialien und Bauteilen.

Für die Berechnung dieser Emissionen wurde in der Studie der Product Carbon Footprint (PCF) nach DIN EN ISO 14067 als methodische Grundlage verwendet.

Warum Wiederaufbereitung CO₂ spart

Bei wiederaufbereiteten Druckerpatronen bleibt der größte Teil des ursprünglichen Patronenkörpers erhalten. Je nach Produkttyp werden lediglich Tinte beziehungsweise Toner nachgefüllt und – falls erforderlich – einzelne Verschleißteile ersetzt.

Dadurch entfallen große Teile der Emissionen, die bei der vollständigen Neuproduktion einer Patrone entstehen.

Gerade bei Tonerpatronen fallen die absoluten Einsparungen besonders hoch aus, da diese konstruktionsbedingt deutlich materialintensiver sind als einfache Tintenpatronen.

Abbildung: Produktlebenszyklus mit Wiederaufbereitung

Warum lokale Aufbereitung zusätzlich zählt

Die Umweltbilanz wird nicht nur durch die Wiederverwendung der Patrone beeinflusst, sondern auch durch die Transportwege. Deshalb berücksichtigt der Product Carbon Footprint unter anderem den Transport leerer Patronen zur Wiederaufbereitung sowie den Transport neu eingesetzter Materialien.

Kürzere Transportwege können die Umweltbilanz zusätzlich verbessern. Regionale Sammel- und Wiederaufbereitungsstrukturen leisten daher einen weiteren Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen.

Was das für deine Kaufentscheidung bedeutet

Eine wiederaufbereitete Patrone mit anerkanntem Umweltzeichen wie dem Blauen Engel verbindet in der Regel eine deutlich bessere CO2-Bilanz mit einer geprüften, vergleichbaren Druckqualität zum Original – ohne dass du Kompromisse beim Druckergebnis eingehen musst.

Mehr als nur CO2

Neben den Treibhausgasemissionen untersucht die Arbeit auch das Abfallaufkommen. Da der bestehende Patronenkörper weiter genutzt wird, müssen deutlich weniger Materialien entsorgt und neu produziert werden. Wiederaufbereitung trägt damit gleichzeitig zum Klimaschutz und zur Kreislaufwirtschaft bei.

Unabhängig geprüft: Peach ist zertifizierte B Corporation

Seit August 2026 ist Peach Technologies AG als zertifizierte B Corporation anerkannt. B Lab prüft dabei unabhängig, wie ein Unternehmen in den Bereichen Umwelt, Mitarbeitende, Kundschaft, Gesellschaft und Unternehmensführung abschneidet. Peach erreichte einen Gesamtwert von 94,8 Punkten, wobei 80 Punkte für die Zertifizierung erforderlich sind und der Median gewöhnlicher Unternehmen bei 50,9 liegt. Der höchste Teilwert entfällt auf den Bereich Umwelt. Das vollständige Profil mit allen Teilwerten ist öffentlich einsehbar.

Das Wichtigste in Kürze

  • Neuproduktion verursacht CO2-Emissionen durch Rohstoffgewinnung, Fertigung und Transport
  • Wiederaufbereitung kann die CO2-Bilanz um bis zu 78 Prozent verbessern
  • Lokale Aufbereitung in Europa reduziert zusätzlich die Transport-Emissionen
  • Geprüfte ReUse-Produkte verbinden bessere Umweltbilanz mit vergleichbarer Druckqualität

Häufige Fragen

Wie viel CO2 spart eine einzelne wiederaufbereitete Kartusche konkret? Das variiert je nach Produkttyp und Aufbereitungsprozess, liegt aber laut verfügbaren Ökobilanz-Studien häufig im Bereich von 50 bis 80 Prozent weniger Emissionen als bei einer neu produzierten Kartusche.

Ist jede als "umweltfreundlich" beworbene Patrone tatsächlich besser? Nicht automatisch. Verlässlicher als reine Werbeaussagen sind detaillierte Lifecycle Assessments (LCA) die auf akzeptierten Standards (wie z.B. DIN EN ISO 14067) beruhen.

Spielt der Hersteller-Standort eine Rolle für die CO2-Bilanz? Ja, kürzere Transportwege zwischen Sammlung, Aufbereitung und Wiederverkauf wirken sich messbar positiv auf die Gesamtbilanz aus.

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