Kurz gesagt: Laserdrucker können beim Drucken feine Partikel freisetzen – bei zertifizierten Geräten liegen die Mengen weit unter Grenzwerten, regelmässiges Lüften ist trotzdem sinnvoll.

Was steckt hinter dem Thema?

Beim Laserdruckprozess wird Tonerpulver auf hohe Temperaturen erhitzt. Dabei können flüchtige organische Verbindungen (VOCs) und ultrafeiner Partikelstaub freigesetzt werden. Studien verschiedener Forschungseinrichtungen – darunter Arbeiten des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung und des Deutschen Instituts für Normung – haben diesen Effekt nachgewiesen, betonen aber gleichzeitig: Die gemessenen Mengen liegen bei zertifizierten Geräten und moderaten Druckvolumen weit unter gesundheitlich bedenklichen Schwellenwerten.

Entscheidend für das tatsächliche Risiko sind: die Qualität des Toners, die Raumlüftung und das Druckvolumen.

Praktische Tipps für den Alltag

  • Lüften während und nach dem Drucken: Regelmässiges Stosslüften ist die einfachste und wirksamste Massnahme. Gerade bei mehreren aufeinanderfolgenden Druckaufträgen empfiehlt sich ein geöffnetes Fenster.
  • Drucker in gut belüfteten Bereichen aufstellen: Nicht in engen Abteilen, Schränken oder unter schlecht belüfteten Arbeitstischen platzieren.
  • Geräteabstand einhalten: Einen Mindestabstand von etwa einem Meter zum regelmässigen Arbeitsplatz einhalten.
  • Geprüfte Toner verwenden: Minderwertige Toner aus ungeklärten Quellen können höhere Emissionen verursachen als Original- oder geprüfte ReUse-Produkte. Peach ReUse-Tonerkartuschen werden auf vergleichbare Emissionswerte geprüft.
  • Auf Zertifizierungen achten: Der Blaue Engel (DE-UZ 205) für Laserdrucker und der Nordic Ecolabel umfassen Emissionsgrenzwerte für Feinstaub und VOCs.

Was passiert beim Toner-Schütteln oder -Wechsel?

Beim Wechsel eines Tonermoduls kann loses Tonerpulver freigesetzt werden, wenn das Modul beschädigt ist oder aus grosser Höhe fällt. Nicht einatmen, Module vorsichtig handhaben und den Wechsel bei guter Belüftung oder im Freien vornehmen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Laserdrucker können ultrafeine Partikel freisetzen, bei zertifizierten Geräten liegen die Mengen aber weit unter Grenzwerten
  • Lüften während des Druckens ist die einfachste Schutzmassnahme
  • Gerätequalität und Tonerqualität haben direkten Einfluss auf die Emissionsmenge
  • Blaues-Engel-Siegel DE-UZ 205 kennzeichnet besonders emissionsarme Geräte

Häufige Fragen

Ist Laserdrucken in einem kleinen Büro ohne Fenster gefährlich? Bei moderatem Druckvolumen und zertifizierten Geräten ist das Risiko gering. Regelmässiges Lüften und die Aufstellung an einem gut durchlüfteten Ort sind aber sinnvoll.

Welche Drucker sind besonders emissionsarm? Geräte mit dem Blauen Engel (DE-UZ 205) wurden auf niedrige Emissionen geprüft. Viele aktuelle Modelle von HP, Brother, Kyocera und Canon erfüllen diese Kriterien.

Kann ich neben einem Laserdrucker arbeiten? Grundsätzlich ja, ein Abstand von etwa einem Meter und gute Belüftung gelten als Praxisempfehlung, nicht als Sicherheitsvorschrift.

Setzt ein Tintenstrahldrucker auch Partikel frei? In deutlich geringerem Umfang, da kein Hochtemperatur-Fixierungsprozess stattfindet.

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